Akai AA-940

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Eigentlich kannte ich Akai nur als Hersteller von Tapedecks und Bandmaschinen, als mir dieser wunderbare Receiver begegnete. Daher hatten sie ihren Ruf (und, wenn man der Wikipedia-Seite trauen darf, zu Recht: Akai hat etwa das Autoreverse erfunden!). Aber als reiner Spartenhersteller war Anfang der Siebzigerjahre nichts mehr zu gewinnen, deshalb begann Akai auch Verstärker, Tuner und Receiver zu verkaufen. Einige sehr, sehr schöne Geräte. Aber ziemlich selten. Und sie wurden nicht von Akai selbst hergestellt, sondern von anderen Firmen – im Fall des AA-940 wohl von Pioneer. Eine Firma, die in jener Zeit selbst wunderbare Geräte baute, der AA-940 dürfte parallel zum Pioneer SX-828 und SX-929 herausgekommen sein.

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Der Receiver hat ein ganz eigentümliches Design. Nicht nur, weil er den Lautstärke-Regler und den Regler zum Einstellen des Radiosenders nebeneinander in der Mitte der Front hat. Auch weil die Radioanzeige leicht nach hinten zurück geschrägt ist.

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Ich habe mich lange gefragt, warum mir dieses Design so gut gefällt. Erst dachte ich, es sei das Design selbst, diese Anmutung eines Raumschiff-Cockpits aus einem der optimistischen Sciencefiction-Filme der frühen Sechziger. Als der Technikglaube noch nicht zivilisationskritisch angekränkelt war. Aber es ist noch etwas anderes. Möglicherweise mag ich diesen Receiver dafür, dass er so ganz anders aussieht als alle anderen. Dass die Designer dieses Geräts einen eigenen Weg finden wollten, eine eigene Definition davon, wie ein Akai-Receiver auszusehen hat.

Dazu gehören auch diese schönen Gummi-Profile, die die Drehregler umfassen. Heute ziemlich selten, weil sie leicht altern.

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Der Drehregler für’s Radio irritiert etwas: Am inneren Ring ist kein Gummi. Braucht’s auch nicht, weil er nichts einstellen kann. Der innere Ring ist nur aus optischen Gründen da. Zerstört die Symmetrie ein bisschen. Aber geschenkt. Der Rest sieht wirklich super aus.

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Ein schönes Gerät. Lustiges Detail: Es gibt einen so genannten Dimmer.

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Mit ihm lässt sich die Beleuchtung der Radioskala auf halbe Helligkeit schalten.

Was mir auch gut gefällt: die Farbe des Akai-Schriftzugs. Was für ein schönes, helles, leuchtendes Blau.

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Die technischen Daten finden sich hier.

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